Streufeldspulen

Streufeld-Entmagnetisiergeräte mit flussverstärkendem Kern werden üblicherweise als Joch- oder Plattenentmagnetisierer ausgeführt. Die zu entmagnetisierenden Teile werden über dem Kern im Streufluss entmagnetisiert. Bei einem Plattenentmagnetisierer werden zum Joch zusätzlich zwei Polplatten eingesetzt, die den Streufluss im Bereich des Polspaltes stark bündeln.

Wirkungsweise von Streufeldspulen

Das magnetische Streufeld bezeichnet den Feldanteil, der aussen an einer Spule bzw. einem flussleitenden Material (flussverstärkendes Kernblech) verläuft. Das Streufeld nimmt grundsätzlich mit zunehmender Distanz von der Feldquelle stark ab. Entmagnetisiergeräte mit Streufeld-Prinzip werden demnach zur Entmagnetisierung von flachen Objekten geringer Wandstärke sinnvoll eingesetzt. Die umfassende magnetische Durchflutung voluminöser Bauteile ist dagegen nur beschränkt möglich.

Feldlinien Streufeldspule mit U-Joch
Verlauf der Feldlinien einer Streufeldspule mit U-Joch

Die von Cestriom GmbH eingesetzten Streufeldspulen werden entweder direkt am Netz (230V 50/60Hz) im Durchlaufverfahren oder mit Leistungsmodulen LM im Puls- oder Durchlaufverfahren betrieben.


Standard Entmagnetisierjoche

Die von Cestriom GmbH eingesetzten Entmagnetisierjoche (ohne Polplatten) decken einen Wirkbreite-Bereich zwischen 160mm und 600mm ab. Weitere Abmessungen auf Anfrage.

Entmagnetisierjoch
Entmagnetisierjoch mit Wirkbreite 250mm

Die Entmagnetisierjoche werden standardmässig direkt an Netzfrequenz 230VAC bzw. 400VAC, 50/60Hz, angeschlossen.


Gesteuerter Entmagnetisierer mit Spulentyp Joch

Mit Leistungsmodulen LM wird der Funktionsumfang auf den Stand eines gesteuerten Entmagnetisierers erweitert.

Manueller Einsatz:

Im Pulsmodus erfolgt das Entmagnetisieren durch Auflegen des Objektes auf das Joch und durch Drücken der Pulstaste am Leistungsmodul. Neben technologischen Vorteilen ist ein gesteuerter Entmagnetisierer mit Jochspule für den Bediener hinsichtlich Personenschutz (elektromagnetische Felder) ein sehr sicheres Entmagnetisierungsgerät. Durch die Pulsfunktion berührt der Bediener die Teile während der Entmagnetisierung nicht. Als ergänzende technologische Möglichkeit können Entmagnetisierpulse programmiert werden, die Personenschutz-Grenzwerte viel deutlicher unterschreiten, als dies bei einem vergleichbaren Standard 50Hz-Netzfrequenz Joch der Fall ist.

Automation:

Die Geräte lassen sich einfach automatisieren. Kommunikation mit übergeordeter Steuerung per Schnittstelle. Konfiguration des optimalen Verfahrens zur Entmagnetisierung in Absprache mit Cestriom GmbH.

Joch mit Leistungsmodul LM14
Konzeption projektspezifischer Varianten

Technologische Möglichkeiten:

  • Entmagnetisieren durch Sinuspuls hoher Feldstärke.
  • Dauerpuls-Verfahren (für Durchlauf).
  • Durchlaufverfahren mit tiefer Frequenz für mehr Eindringtiefe.
  • Einsatz von zwei gegenüberliegenden Jochen (Doppeljoch).
  • Kurze Pulse (ca. 1’000ms).
  • Überwachungsfunktionen.